
Clostridioides difficile, früher bekannt als Clostridium difficile, ist ein sporenbildendes Bakterium, das leichte bis schwere Durchfälle sowie Darmerkrankungen wie Kolitis (Entzündung des Dickdarms) verursacht.
Wo kommt C. difficile vor?
C. difficile lebt normalerweise harmlos im Darm. Daher lassen sich die Bakterien und ihre Sporen im Stuhl nachweisen.
Eine C. difficile-Kolonisierung, also der Nachweis des Erregers ohne Symptome, ist weit verbreitet und tritt auf bei:
- 15–30% der Bewohner von Langzeitpflegeeinrichtungen
- 4–15% der gesunden Erwachsenen
- bis zu 21% der stationär behandelten Erwachsenen
Wussten Sie?
C. difficile ist die häufigste Ursache für infektiösen Durchfall in Krankenhäusern und Langzeitpflegeeinrichtungen.
Was verursacht C. difficile?
Für gesunde Menschen stellt C. difficile kein Gesundheitsrisiko dar. Bei der Einnahme von Antibiotika kann sich jedoch manchmal das Gleichgewicht der Darmflora verändern. Diese Verringerung der mikrobiellen Vielfalt ermöglicht es C. difficile, sich zu vermehren und Toxine zu produzieren. Diese Toxine können den Darm schädigen und Durchfall verursachen.
Die meisten Fälle einer C. difficile-Infektion treten während der Einnahme von Antibiotika oder kurz nach Beendigung der Behandlung auf. Der Schweregrad der Erkrankung kann variieren, von leichtem Durchfall bis hin zu schweren Erkrankungen wie pseudomembranöser Kolitis, Darmperforation, Sepsis und in extremen Fällen sogar zum Tod.


Warum ist C. difficile eine mikrobielle Gefahr?
C. difficile kann jeden befallen, doch bestimmte Umgebungen und Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Insbesondere in Gesundheitseinrichtungen, in denen viele Patienten Antibiotika erhalten, kann das Vorkommen von C. difficile zu häufigen Ausbrüchen führen. Das Infektionsrisiko ist höher bei Personen, die:
- bereits eine C. difficile-Infektion hatten
- sich kürzlich in einem Krankenhaus oder Pflegeheim aufgehalten haben
- 65 Jahre oder älter sind
- ein geschwächtes Immunsystem haben, wie z. B. Menschen mit HIV/AIDS, Krebs oder Organtransplantationspatienten, die immunsuppressive Medikamente einnehmen.
Diese Faktoren machen C. difficile zu einer erheblichen mikrobiellen Bedrohung, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen.
Wussten Sie?
Etwa jeder sechste Patient, der sich mit C. difficile infiziert, wird sich in den folgenden zwei bis acht Wochen wahrscheinlich erneut anstecken.
Wie wird C. difficile übertragen?
Eine Infektion kann entstehen, wenn Menschen mit Fäkalien kontaminierte Oberflächen berühren und anschließend Mund oder Gesicht anfassen. Auch Angehörige von Gesundheitsberufen können die Bakterien auf Patienten übertragen, wenn ihre Hände mit C. difficile kontaminiert sind.
Wie können Sie sich gegen C. difficile schützen?
Um die Ausbreitung von C. difficile-Infektionen zu verhindern, waschen Sie sich nach dem Toilettengang und vor dem Essen stets die Hände mit Wasser und Seife.
Nutzen Sie nach Möglichkeit ein separates Badezimmer, duschen und waschen Sie sich mit Seife. Waschen Sie mit Fäkalien verunreinigte Kleidung und Bettwäsche getrennt von der übrigen Wäsche bei der höchstmöglichen Temperatur. Reinigen Sie Toiletten, Toilettenstühle und den umliegenden Bereich nach jedem Gebrauch mit Desinfektionsmittel.
Wussten Sie?
C. difficile kann auf Oberflächen bis zu fünf Monate überleben, da es gegen die bakterizide Wirkung der meisten im Krankenhaus eingesetzten Desinfektionsmittel sowie gegenüber anderen Aufbereitungsverfahren resistent sind.
Desinfektionsmittel mit sporizider Wirksamkeit sind für die Infektionsprävention und den Schutz von C. difficile unerlässlich. Bewährt hat sich der Einsatz eines High-Level-Desinfektionsmittels mit einer robusten, breiten bioziden Wirksamkeit, um geringe Mengen an bakteriellen Sporen, die meisten Pilzsporen, alle gängigen vegetativen Bakterien, Mykobakterien, Hefen und Viren abzutöten.
Unsere Lösung
Quellen:
Centres for Disease Control and Prevention, National Centre for Emerging and Zoonotic Infectious Diseases (NCEZID), Division of Healthcare Quality Promotion (DHQP) (2022). What Is C. diff? [online] Centers for Disease Control and Prevention. Available at: https://www.cdc.gov/cdiff/what-is.html.
Claro, T., Daniels, S. and Humphreys, H. (2014). Detecting Clostridium difficile Spores from Inanimate Surfaces of the Hospital Environment: Which Method Is Best? Journal of Clinical Microbiology, [online] 52(9), pp.3426–3428. doi: https://doi.org/10.1128/jcm.01011-14.
GOV.UK (2022). Clostridioides difficile: guidance, data, and analysis. [online] GOV.UK. Available at: https://www.gov.uk/government/collections/clostridium-difficile-guidance-data-and-analysis.
HSE (2023). Clostridioides difficile. [online] HSE.ie. Available at: https://www.hse.ie/eng/services/list/2/gp/antibiotic-prescribing/conditions-and-treatments/gastro/clostridium-difficile/.
NHS (2022). Clostridium difficile. [online] NHS. Available at: https://www.nhs.uk/conditions/c-difficile/.
Public (2014). Fact Sheet – Clostridium difficile (C. difficile) – Canada.ca. [online] Canada.ca. Available at: https://www.canada.ca/en/public-health/services/infectious-diseases/fact-sheet-clostridium-difficile-difficile.html.